FGH stellt erstes Komponentenzertifikat eines EZA-Reglers nach VDE-AR-N 4120 (TAB Hochspannung) aus

Die FGH Zertifizierungsgesellschaft mbH stellt für Nordex das erste Komponentenzertifikat eines Erzeugungsanlagen(EZA)-Reglers nach der neuen VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4120 für die Hochspannungsebene inkl. einer Modellverifikation aus. In der Vergangenheit konnte die FGH für Nordex bereits das Einheitenzertifikat für einige Windenergieanlagen vom Typ N100, N117 sowie N131 nach der TAB Hochspannung erfolgreich und ohne Einschränkungen erstellen und knüpft nun mit weiteren Zertifizierungsprojekten an die produktive Zusammenarbeit mit Nordex an.

Die neue TAB Hochspannungsrichtlinie VDE-AR-N 4120  für den Anschluss von Energieerzeugungsanlagen an die deutsche Hochspannungsebene (110 kV) tritt nach gut zweijähriger Übergangsfrist am 1. Juli 2017 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist die Vorlage des Einheiten- bzw. Anlagenzertifikats für die Erfüllung der überwiegend veränderten Anforderungen an die Blindleistungsbereitstellung sowie Spannungshaltung der Energieerzeugungseinheiten (EZE) bzw. -anlagen (EZA) verpflichtend. Durch die VDE-Anwenderregel werden die Anforderungen an die EZE und EZA sowohl im Netzfehlerfall wie auch im Normalbetrieb im Vergleich zum bislang geltenden Transmission Code 2007 präzisiert und erweitert, um deren systemstützenden Eigenschaften mit Blick auf die gesteigerten Qualitätsansprüche zu garantieren. 

Für die Netzanschlussbewertung von Erzeugungsanlagen kommt EZA-Reglern dabei eine zentrale Bedeutung zu und der Ausweis ihrer elektrischen Eigenschaften durch ein Komponentenzertifikat liefert ein verlässliches Nachweisverfahren. Im konkreten Fall wurde hierfür durch die FGH Zertifizierungsstelle erstmalig eine Modellverifikation des Simulationsmodells eines EZA-Reglers durchgeführt. Dies legt somit den Grundstein für zukünftige Simulationsprozesse bezüglich der Regelung von Wirk- und Blindleistungsabgabe von Windparks bei Anschluss an die Hochspannungsebene und minimiert so bereits im Planungsstadium das Projektrisiko. Die Vorlage solcher validierten Reglermodelle für nachfolgende Simulationen erhält künftig aufgrund der Anforderungen der neuen europäischen Netzkodizes eine besondere Relevanz. 

Der Parkregler der Firma Nordex (CWE: Combined Wind farm management and Electrical system) konnte die für das Komponentenzertifikat erforderlichen Typprüfungen vorbehaltlos bestehen und erfüllt somit die Bedingungen der VDE-AR-N 4120. Die FGH vergibt daher das erste Komponentenzertifikat nach TAB-Hochspannung inkl. Modellverifikation an den EZA-Regler und wird damit einmal mehr ihrer Rolle als Pionier und Vorreiter der Netzintegration gerecht.  

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