Anlagenzertifikat A

Angebot im Bereich Erzeugungsanlagen (EZA)

Anlagenzertifikat A für Mittelspannungs- und Hochspannungsanschlüsse

Nachfolgend möchten wir Sie über den Ablauf der Anlagenzertifizierung bis zur Erstellung der Konformitätserklärung informieren:

Die VDE-TAR unterteilen das Nachweisverfahren in drei Phasen:

Das Anlagenzertifikat ist eine – rein auf Dokumentenbasis (Einheiten- und Komponentenzertifikate sowie Planungsunterlagen des Netz- und Anlagenbetreibers) basierende – Bewertung der elektrischen Eigenschaften der Erzeugungsanlage (Abbildung des Soll-Zustandes). Es wird gemäß den VDE-TAR von einer nach DIN EN ISO/IEC 17065 akkreditierten Zertifizierungsstelle ausgestellt und zwischen 2 und 12 Wochen vor Inbetriebnahme der Übergabestation beim Netzbetreiber vorgelegt. Die genaue Frist kann zwischen Netzbetreiber und Anschlussnehmer individuell vereinbart werden.
Bei positiver Prüfung des Zertifikats wird vom Netzbetreiber eine vorübergehende Betriebserlaubnis zur Inbetriebnahme der Übergabestation erteilt. Innerhalb von ca. 4 Wochen erfolgt die Inbetriebsetzung der Erzeugungseinheiten bzw. weiterer Komponenten.
Mit der darauffolgenden Inbetriebsetzungserklärung bestätigt entweder der Anschlussnehmer oder eine qualifizierte Stelle, dass die Anlage unter Berücksichtigung der Vorgaben des Netzbetreibers errichtet wurde.
Auf Basis der Inbetriebsetzungserklärung sowie des Anlagenzertifikats wird von einer nach DIN EN ISO/IEC 17065 akkreditierten Zertifizierungsstelle mit der Konformitätserklärung der Nachweisprozess abgeschlossen und durch den Netzbetreiber die endgültige Betriebserlaubnis erteilt.

Für die Erstellung des Anlagenzertifikats sind die folgenden Dokumente notwendig*.
*In den Klammern hinter den Bezeichnungen der Dokumente stehen jeweils die gemäß den VDE-TAR zu verwendenden Vordrucke der 4110 an erster Stelle und der 4120 an zweiter Stelle. Die Dokumente in grauer Schrift sind nur bei besonderen Anlagenkonstellationen notwendig.

  • Datenblatt einer EZA/eines Speichers (E.8 | E.6)
  • Bei Mischanlagen: Netzrückwirkungen der Verbrauchsanlagen (E.2 | E.2)
  • Deckblätter der Einheiten- sowie Komponentenzertifikate (E.13, E.14  | E.11, E.12)
  • Einphasiger Übersichtsschaltplan der EZA
  • Regelungskonzept inkl. Kommunikationsplan
  • Schutzkonzept
  • Technische Daten der Bestands-EZE
  • Netzbetreiber-Abfragebogen (E.9 | E.7); dieser ist vom Netzbetreiber auszufüllen
  • Lageplan, inkl. der Koordinate der EZE

Im Anlagenzertifikat werden im Wesentlichen folgende Nachweise entweder über Berechnungen im Zeitbereich, komplexe Lastflussrechnungen, vereinfachte Rechenverfahren oder Überprüfungen geführt:

  • Wirkleistungsabgabe
  • Wirkleistungsregelung (Sollwertvorgabe / frequenzabhängig)
  • Blindleistungsregelung (Stellbereich, Sollwertvorgabe, Kennlinien)
  • dynamische Netzstützung (FRT, Blindstrombereitstellung)
  • Netzrückwirkungen (schaltbedingte Spannungsänderungen, Flicker, Oberschwingungen, Unsymmetrie)
  • Zuschaltbedingungen und Fernausschaltung
  • Verhalten des EZE- und EZA-Schutzes
  • Ausführung der Anlage (Kurzschluss- und Dauerstromfestigkeit, Unterbrechungsfreie Stromversorgung, Kommunikations- und Sekundärtechnik)
  • Betriebsbereich (hinsichtlich Netzspannung und –frequenz inkl. RoCoF)
Ihre Ansprechpartnerin
Hanna Johnen
Hanna Johnen
Assistenz
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