Nachweisverfahren für Prototypen

Angebot im Bereich Erzeugungsanlagen (EZA)

Prototypennachweisverfahren

Falls die Erzeugungseinheit innerhalb der Erzeugungsanlage wesentliche technische Weiterentwicklungen oder Neuerungen aufweisen, handelt es sich bei diesen EZE-Typen um sogenannte Prototypen-EZE. Gemäß Kapitel 12 der VDE-TAR gelten für diese EZE gesonderte Prototypen-Regelungen. So gilt für die Einreichung des Anlagenzertifikates und der Konformitätserklärung eine Übergangsfrist von einem Jahr nach Ausstellung des Einheitenzertifikates für die erste Prototypen-EZE.

Für Erzeugungsanlagen, in der sich Erzeugungseinheiten mit EZE-Zert sowie Prototypen-EZE befinden, gilt, dass ein Anlagenzertifikat unter Berücksichtigung aller EZE-Zert und Komponentenzertifikaten sowie der Prototypenbestätigungen der Prototypen-EZE erstellt wird. Sobald die Prototypen-EZE ein Einheitenzertifikat erhalten, beginnt wieder die Frist von einem Jahr zur Einreichung des vollständigen AZ und KE beim Netzbetreiber.

Mit Antragsstellung der Prototypen-EZA sind folgende Unterlagen* beim Netzbetreiber einzureichen:
*In den Klammern hinter den Bezeichnungen der Dokumente stehen jeweils die gemäß den VDE-TAR zu verwendenden Vordrucke der 4110 an erster Stelle und der 4120 an zweiter Stelle.

  • Anschlussanmeldung (E.1 | E.1)
  • Datenblatt der EZA (E.8 | E.6)
  • Prototypenbestätigung (beim Hersteller einzuholen)
  • Datenblatt der elektrischen Eigenschaften der EZE (beim Hersteller einzuholen)
  • Abschätzung der elektrischen Eigenschaften der EZE (beim Hersteller einzuholen)
  • Elektroplanung der EZA
  • Lastfluss-Berechnung
  • Wirkleistungssteuerung
  • Statische Spannungshaltung
  • Schutzkonzept
  • Abschätzung der Netzrückwirkungen

Bei positiver Prüfung des Unterlagen wird vom Netzbetreiber eine vorübergehende Betriebserlaubnis zur Inbetriebnahme der Übergabestation erteilt. Innerhalb von ca. 4 Wochen erfolgt die Inbetriebsetzung der EZE bzw. weiterer Komponenten.
Mit der darauffolgenden IBSE bestätigt entweder der Anschlussnehmer oder eine qualifizierte Stelle, dass die EZA unter Berücksichtigung der Vorgaben des Netzbetreibers errichtet wurde. Zusätzlich müssen bei Prototypen-EZA im Rahmen einer erweiterten IBSE nachgewiesen werden, dass die folgenden Punkte umgesetzt wurden:

  • EZA wurde nach Vorgaben der Netzbetreibers errichtet.
  • Die Elektroplanung stimmt mit der errichteten EZA überein.
  • Die Anforderungen des Netzbetreibers an die dynamische Netzstützung wurden an den EZE umgesetzt.
  • Die Anforderungen des Netzbetreibers an die statische Blindleistungsbereitstellung, die Wirkleistungssteuerung und das Schutzkonzept wurden umgesetzt.

Ein Jahr nach Ausstellung des EZE-Zertifikates für die Prototypen-EZE muss das Anlagenzertifikat und die Konformitätserklärung beim Netzbetreiber vorgelegt werden. Bei positiver Prüfung durch den Netzbetreiber wird die endgültige Betriebserlaubnis erteilt.

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Hanna Johnen
Hanna Johnen
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